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Schlossperspektiven

Unter der Oberfläche

30.04.2026 0
„Oben die Weimarer Klassik als Epoche der Menschlichkeit, des Humanismus. Am gleichen Ort hat auch das Gegenteil stattgefunden, nämlich: Erniedrigung, Entmenschlichung.“
Dr. Sebastian Dohe

In ein historisches Kellergewölbe wurde während der NS-Zeit ein Bunker aus Stahlbeton eingebaut, durch Gefangene aus dem Konzentrationslager Buchenwald. Die Geschichte der Zwangsarbeit zeigt sich damit auch mitten im Zentrum der Weimarer Klassik. Durch die sichtbaren Schnitte wird die ambivalente Geschichte anhand der Bausubstanz für alle Besuchenden unmittelbar sichtbar und als ein zentraler Ort des Besucherempfangs erfahrbar.

Im Video sprechen:

Dr. Sebastian Dohe ist Kustode in der Abteilung Residenzschloss, Hof- und Residenzkultur der Klassik Stiftung Weimar und konzipiert neben der Dauerausstellung in der Beletage auch eine Installation im Kellergeschoss.

Christiane Hille ist Architektin und Partnerin im Büro Tectum Architekten Weimar und leitet zusammen die denkmalgerechte Herrichtung des Ostflügels des Stadtschlosses Weimar.

Franz Jaschke ist Architekt im Büro Brenne Architekten Berlin und leitet zusammen die denkmalgerechte Herrichtung des Ostflügels des Stadtschlosses Weimar.

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